Einjähriges – die 2., Inukis Kastration und Skadis Café Besuch

Mitte letzten Monats haben wir schon einmal ein Einjähriges gefeiert. Im letzten Monat der Einzug in unser Eigenheim und diese Woche die Heirat. Da wir jetzt ja auch schon stark auf den Valentinstag zugehen, ist natürlich alles in Pink, Rosa und mir Herzchen dekoriert. Richtig herrlich. Die ganze Deko in den Läden wurde bestimmt nur für uns dort hin gehangen :D

Aber bevor wir gefeiert haben, wurde Inuki vollständig kastriert. Leider ist er ein Rüde, der sehr viel „Wutzi-Sabber“ produziert. Das ist so gelbliches Sekret, welches permanent aus seinem Schaft tropft und ihn zum lecken animiert. Außerdem versuchte er ständig eine leidenschaftliche Beziehung mit unserem Kater einzugehen.

Im letzten Jahr hatten wir ihn dann noch mal Chippen lassen. Leider wirkte der Chip erst ziemlich spät und leider auch schon nach 8 Monaten nicht mehr richtig (obwohl es der Chip für 1 Jahr gewesen ist). Nach reichlicher Überlegung haben wir uns dann für die vollständige Kastration entschieden.

Wäre das Tropfen und das daraus resultierende Lecken nicht gewesen, wären wir diesen Schritt wohl nicht gegangen. Der Kater ist zum Glück nicht weich gespült und weiß sich gerade bei Inuki gut durchzusetzen und die Prolligkeit gegenüber anderen Rüden, ja mei. Gibt schlimmeres und ist mit Sicherheit auch trainierbar. Als intakter Rüde ist Inuki auch einfach schlanker und drahtiger vom Körperbau. Und er hat auch ein bisschen mehr „drive“ auf Spaziergängen. Aber leider kann man das eine ohne das andere (die Bömmel) leider nicht haben.

Also wurden Sie entfernt. Natürlich schreien jetzt wieder alle auf. Aber in diesem Fall war es wirklich notwendig. In dem Jahr mit Chip hat er nicht getropft oder sich Wund geleckt. Mit anderen Hunden war er auch sehr viel entspannter. Aber das war es auch schon mit den Vorteilen. Also wirklich keine egoistische Entscheidung für mich, sondern eine für Inuki.

Denn ganz ehrlich, kastriert ist Inuki auf Spaziergängen recht faul, besonders auf dem Rückweg. Er hat eine unstillbare Fresslust und setzt leider auch schnell an. Außerdem finde ich, ist sein Körperbau nicht mehr so schön drahtig und das Fell viel stumpfer. Alles hat seine Vor- und Nachteile, wie immer im Leben.

Da mein Tierarzt ein echt toller Mensch ist und Inuki Kastrationspatient Nummer 2 an dem Tag, durfte ich bei Nummer 1 zugucken, während mein Mann gewartet hat bis Inuki im Nebenraum eingeschlafen ist. Total interessant. Und ich habe viel gelernt. Bei Inukis Kastration war ich nicht anwesend. Beim eigenen Hund ist dass dann doch was anderes :D

Wir waren in der Zwischenzeit mit Skadi im Café zum Frühstücken. Ja richtig. Der kleine Deprivationshund mit Baustellen bis nach Meppen hatte ihre Feuerprobe. Ich war sooo aufgeregt. Und immer in Hab-Acht-Stellung. Schließlich ist aus Skadi Sicht, alles was atmet per se doof.  Der Kellner wurde sehr argwöhnisch angewufft. Menschen, die die Rolltreppe hinauf gekommen sind, sehr sehr skeptisch beäugt. Aber ansonsten lag sie recht entspannt unterm Tisch. Hat hier und da was leckeres bekommen. Nur als dann plötzlich rennende und spielende Kinder recht nah neben uns am Tisch platz genommen haben, sind wir gegangen. Bevor Skadis Impulskontrolle den Geist aufgibt.

Auf dem Weg durch die Nordsee Passage hat sie sich wie ein kleiner Welpe aufgeführt. Sprang vor Übermut an der Leine herum, suchte immer wieder den Blickkontakt zu uns und wie es für einen Cocker so typisch ist, wedelte nicht nur der Schwanz sondern das komplette Hinterteil vor Aufregung.

Aber nicht diese schlechte Aufregung, sondern diese gute, diese Geil-Geil-Geil Aufregung. Diese, ich-darf-was-ganz-alleine-mit-den-chens-machen-Aufregung. Ich glaube, der Gang durch die Passage hat ihr Spaß gemacht und sie wäre gerne nur in der Passage gewesen. Den Café Besuch hat sie aber auch gut gemacht. Zwar noch Luft nach oben aber für das aller aller aller aller erste mal überhaupt echt toll! Das ist wieder so ein Beweis für mich selbst, das mit richtigem Training, einer Portion Fleiß und viel Verständnis und Geduld einiges erreicht werden kann. Auch wenn es 4 Jahre dauert.

Ach ja, und habt ihr diese Woche auch so tolles Wetter gehabt? Ich nehme an, dass war bisher die schönste Woche in ganz 2018 ♥

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5 Kommentare

  1. Herzlich willkommen im club der kastraten, sagt Loki 🤣 ja, das mit dem wundlecken und auslaufen kennen bzw. kannten wir leider auch. Ich muss sagen ich bereue die kastration nicht. So viel ist seit dem besser geworden. Ich wünsche euch eine wundervolle und vor allem stressfreie hochzeit 💕

  2. Ich gratuliere euch zum Einjährigen. Der erste Hochzeitstag ist immer etwas ganz besonderes. Ich freue mich das Inuki alles gut überstanden hat. Skadi hat den Café Besuch echt gut gemeistert. Großes Kompliment.
    Wir hatten wunderschönes Winterwetter. Die Sonne hat richtig gut getan.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

  3. Dann würde ich mal sagen alles Gute zu eurem Einjährigen :-)
    Das Wetter ist etwas anstrengend, da sich Regen, Schnee und Graupel abwechseln. Zeitweise ist es recht stürmisch. Keine schöne Mischung.
    Ich habe Aaron damals kastrieren lassen, weil er trotz toller Basis, Erziehung und Training null ansprechbar war, wenn eine Hündin läufig war. Er war dazu extrem reizbar und hat auch versucht andere Hunde zu besteigen, wenn er keine Hündin zur Wahl hatte.
    Das Tropfen kenne ich aus der Zei auch noch. Allerdings hat es Aaron nicht zum Schlecken animiert, trotzdem ein positiver Effekt, dass das Tropfen nun weg ist.
    Verfressen war er schon immer. Gewicht halten ist beim Labbi halt immer eine Herausforderung. Bisher klappt es mit Aaron da ganz gut.
    Was das Fell angeht, würde ich sagen es ist dicker geworden. Vor allem Hals und Brustfell, aber nicht Stumpf.
    In Aarons Fall würde ich mich auf jeden Fall wieder für eine Kastration entscheiden.
    Das Mackerhafte hat er nicht abgelegt. Da bin ich echt froh drüber, weil es einfach ein Teil von ihm ist.
    Meine Hündin hatte durch Geschwüre kastriert werden müssen, die hatte dann tatsächlich stumpfes Fell und Übergewicht bekommen.
    Es ist immer erstaunlich wie verschieden sich Hormone auswirken können.

    Das Skadi den Ausflug so toll gemeistert hat ist super. Ich finde man sollte sich und dem Hund auch die Zeit lassen die es braucht. Beim nächsten Hund würde ich einiges ruhiger angehen lassen.
    Liebe Grüße Sandra und Aaron

  4. Auch ich gratuliere noch zum einjährigen Hochzeitstag … undwünsche euch noch ganz viele rosa-Rot dekorierte Feiern in eurem Eigenheim :)
    Das mit der Kastration kann ich gut verstehen. Wir haben Dingo ja auch mit acht jahren damals kastriert als er Prostata-Probleme bekam. Bei Damon war es deutlich früher, aber nachdem wir mit ihm mehrfach während der Läufigkeit von Lady beim tTerarzt waren um ihn per Infusion mit den nötigsten Nöhrstoffen und Flüssigkeit zu versorgen … war es auch für ihn viel besser!
    Besonders toll natürlich, dass Skadi das Cafe so toll gemsitert hat und auch sonst Freude mit euch hatte.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

  5. Natürlich gratuliere ich zum ersten Hochzeitstag…. Aber eigentlich ist das ja eine Tag für Dich und Deinem Mann, ggfls. Deiner Familie.

    Socke ist aus medizinischen Gründen auch kastriert worden. Insoweit kann und möchte ich Kastrationen nicht bewerten. Ich halte Dich für eine sehr verantwortungsvolle Hundehalterin und denke mir, dass Du Dir das mehr als gut überlegt hast und es Dir nicht nur leicht machen wolltest.

    Und ich freue mich über den gelungen Besuch im Café. Du kannst Stolz auf Skadi sein.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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