Elsflether Sand mit Hund – ein Tagesausflug bei herrlichem Wetter, klarem Wasser und knirschendem Sand zwischen den Pfoten

Der Elsflether Sand wurde mir von einer lieben Kundin empfohlen, die bei mir ein Fotoshooting gebucht hatte. Dieser soll unglaublich schön und verhältnismäßig wenig besucht sein.

Obwohl wir in der Nähe von Wilhelmshaven wohnen, haben wir keinen schönen Strand in der Umgebung. Die in Wilhelmshaven sind alle aus Stein und betoniert. Feinen Sand sucht man vergebens. Und Schillig, ein wirklich schöner Strand, kann man nur in der Nebensaison besuchen. Ansonsten steppt da der Bär vor lauter Touristen.

An einem wunderschönem Sonntag machten wir uns auf dem Weg. Die 50 Minuten fahrt mit dem Auto waren schnell hinter uns gebracht. Wir parkten am Ende der (wirklich langen) Deichstraße auf einem kleinen  Parkplatz. An Sonntagen mit tollem Wetter ist der Parkplatz mehr als überfüllt, und eigentlich hatten wir extremes Glück noch einen (unüblichen, da Offroad und bestimmt so nicht vorgesehen) Parkplatz zu finden.

Wir passierten denn die Straßenschranke und liefen einen kurzen Moment den Deich entlang. Dann ging es auch schon rechts ab in den “Elsflether Sand 1”, und folgten einen sandigen Weg und wir waren am Wasser.

Die Flut stand schon recht hoch, also war der Strandabschnitt bereits recht klein (schon lang, aber eben nicht sehr breit. Die Handtuchbesucher konnten noch in drei Reihen liegen). Die meisten Menschen tummelten sich links vom Eingang. Wir entschieden uns also, rechts einen Platz zu suchen. Auch wenn dort der Strand nur noch einige wenige Meter breit gewesen ist. Wir wollten nicht zwischen den anderen Besuchern sitzen. Spätestens wenn Inuki sich schüttelt, wären wohl einige andere erzürnt gewesen. Da ist es auch egal, ob die Hunde an der Leine sind oder nicht. Auf Konfrontation hatte ich einfach keine Lust.

Wir fanden also einen Platz, fast für uns allein. Die nächsten Besucher waren rechts und links einige Meter entfernt, so dass Inuki und Skadi sogar offline ins Wasser durften. Natürlich herrscht laut Schild Anleinpflicht in der Brut- und Setzzeit und war somit illegal aber ich muss dazu sagen, die beiden spielen nie wilde Sau, sind gehorsam und belästigen keine anderen Besucher. Mit 5 und 6 Jahren also recht abgeklärt und für mich dann also völlig in Ordnung wenn sie in dem Fall ohne Leine sind. Und der Strandbesuch soll uns ja auch Spaß machen -nicht nur den anderen.

Und bevor jetzt jemand aufschreit von wegen Rücksicht und so: Ich habe Rücksicht genommen, als wir

  • uns entschieden am unbeliebten Stück des Strandes zu verweilen,
  • ich meinen Hunden verboten habe, sich weiter von uns zu entfernen als einige wenige Meter,
  • und zu guter letzt: als ich sie erzogen habe wie man sich in der Gesellschaft verhält. Es ist alles Tutti gewesen.

Niemand hat sich gestört gefühlt, es war eine friedliche Koexistenz ;) Und vermutlich vorhandene Bodenbrüter wurden bereits von den spielenden Kindern in den Dünen (bzw. in der Böschung mit Gestrüpp und Sand) verscheucht und somit vor unseren Hunden gerettet (natürlich pure Ironie :) )

Die Wasserqualität ist echt gut gewesen, es schwamm kein Müll im Wasser und an dem kurzen Stück, was wir gesehen haben, lag auch kein Unrat herum.

Blöderweise hat das Herrchen gleich 2 Spielzeuge versenkt. Er nahm an, die würden schwimmen (baugleiche Spielies dieser Art tun das komischerweise auch) und schoss sie direkt in die Fluten. Und blubb, da war das erste weg. Und bei dem zweiten genau das selbe. Ärgerlich. Das fanden Inuki und Herrchen gleichermaßen doof.

Den Rest des Ausfluges hat Inuki dann ausnahmsweise mit Stöckchen gespielt. Er verbuddelte sie, buddelte sie wieder aus, wusch sie im Wasser und buddelte sie anschließend wieder ein. Das muss super viel Spaß machen. Inuki war auf jeden Fall eine lange Zeit beschäftigt.

Skadi dagegen zog ihre Runden im Wasser (sie schwimmt aus Vergnügen um des Schwimmens willen, und das genügt ihr dann auch) und legte sich dann in die Sonne um an einer angeschwemmten Wurzel zu kauen. Sie ist da recht einfach veranlagt und pflegeleicht. Im Gegensatz zu Inuki kann sie neben uns im Sand liegen, in die Ferne schauen und die Seele baumeln lassen. Inuki muss immer irgendwas tun. Und wenn es Stöckchen buddeln ist.

Wir hatten soviel Spaß, dass ich ganz vergessen habe für euch Fotos zu machen. Auch sehr ärgerlich. Aber einige wenige habe ich dann doch von Inuki, und auf Instagram (folgt ihr mir da schon?) könnt ihr sogar ein kurzes Video dazu sehen.

Kennt ihr den Elsflether Sand oder wart ihr schon mal woanders an der Weser unterwegs? Tipps bezüglich unserer und neuer Ausflugsziele nehme ich sehr gerne entgegen ;)

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4 Kommentare

  1. Das klingt nach einem himmlischen Strandausflug. :-) Aaron wäre auch die Marke rum schwimmen und dann faul rumliegen. Klar, wenn ich was zum Werfen hätte würde er auch apportieren. Aber er kann auch einfach entspannt rumliegen und die Nase in Wind halten.
    Da habt ihr wirklich alles richtig gemacht :-)
    liebe Grüße
    Sandra und Aaron

  2. Es ist schon ungewöhnlich, dass es bei Euch so wenig Strände gibt. Umso schöner, dass Ihr jetzt doch einen schönen Platz gefunden habt, gerade weil Deine Hunde das Wasser so lieben. Besonders schön finde ich es, dass der Strand sauber war. Bei uns findet man an solchen Ausflugsorten leider immer mehr Müll…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  3. Das war doch ein herrlicher Badeausflug. Nur um die versenkten Spielzeuge ist es schade. Bei euch dürfen die Hunde wenigstens noch an den Strand. An den Seen bei uns sind überall Hunde nicht erlaubt.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

  4. Wuff, das hätte mir auch grosse Freude gemacht, denn auf Sand kann ich ganz, ganz selten pfoten.
    Einen guten Wochenstart wünscht
    Ayka

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