Jagdhund und Jagdhund

Irgendwann in Inukis männlicher Familie hat mal ein Labbi mitgemischt. Seinem Vater sieht man es am Erscheinungsbild an, Inuki nur wenn er am apportieren ist:

Wie der Jagdhund Labrador apportiert auch Inuki gerne, Bälle, Stöckchen, Futterbeutel, Dummy etc. Alles wird apportiert. Laienhaft aber immerhin. Nun, warum schreib ich Jagdhund und Jagdhund? Nunja, die einen tun es weil es Spass macht, suchen nicht aktiv nach apportierbarem und tun es wenn Frauchen das ok gibt – so wie Inuki, für den das alles ein Spiel ist. 
Und dann gibt es noch die anderen Jagdhunde. 

 

Das sind dann solche wie Skadi, die aktiv nach jadbaren, vorzugsweise noch lebenden Tierchen suchen. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich dabei um Mäuse, Ratten, Vögel oder Nachbars Wellensittich handelt. Anders als Inuki geht Skadi mit einem gewissen ernst an die Sache. Sie guckt, sie sucht, sie schnüffelt, sie steht vor (wenn auch nur kurz) und startet dann durch. In der Hoffnung sich ihr Abendessen selbst zu jagen. Warum auch nicht? Medium ist schließlich besser als ödes Trockenfutter. 
Dann versuchen die leidgeplagten Besitzer ihren Hunden den Jagdtrieb abzugewöhnen. Aber kann man das wirklich? Kann man ein genetisch festgelegtes Verhaltensmuster auf das Cocker Spaniel und andere Jagdhunde / Stöberhunde Jahrhunderte lang selektiert wurden einfach weg erziehen oder abgewöhnen? Ich denke nein. Deswegen versuchen wir diese Verhaltensketten in sinnvolle Bahnen zu lenken und zu nutzen. Dazu gibt es eine Menge an Beschäftigungsmöglichkeiten. Reizangeltraining, Dummyarbeit und JET (Jagdersatztraining) wären einige davon. Wir sind mit den ersten beiden der drei angefangen und es macht uns mächtig Spass. Natürlich gewährleistet das nicht das klein Skadi nicht durchstartet. Nein, natürlich nicht,aber besser als lebenslangen Schleppleinenknast. Außerdem hilft es mir, sie zu lesen. Vor allem rechtzeitig. Und es trainiert das Vorstehen von Skadi. Dies Vorstehen wird uns helfen das kein Tier jemals durch Skadi zu schaden kommen wird. Wie das geht erklären wir ein ander mal :)
Wie handhabt ihr das Jagdverhalten eures Hundes? Oder, liebe Hunde, was haben sich eure Zweibeiner für euch ausgedacht?
Auf der Lauer, auf der Mauer

Ähnliche Beiträge:

3 Kommentare

  1. Ich denke auch nicht, dass man einem Jagdhund das Jagen abgewöhnen kann. Aber man kann es, wie du auch geschrieben hast, mit Erfolg umlenken und ich bin schon gespannt auf eure Trainingsberichte :-)Was Lilly angeht, die hat zum Glück keinen sonderlich stark ausgeprägten Jagdtrieb. Heißt, eigentlich hat sie keinen aber da sie ein Hund ist, kann und sollte ich mir nicht zu 100% sicher sein ;-)Liebste Grüße

  2. Hallo, heute meldet sich mal das Frauchen von Deco und Pippa zu Wort. Das Thema Jagdhund steht bei uns ja ganz weit oben – denn wie ihr wisst sind Deco & Pippa tolle Jäger um genau zu sagen Richtige Vorsteher !!Wenn Sie könnten, wie sie wollten, dann wäre sie natürlich ständig mit der Nase am Boden und würden alles jagen und hetzten. Das ist bei uns aber Verboten… stattdessen wird bei uns Dummyarbeit gemacht, Longiert, Agilitytraining, Mantrailing und Snifflen… das alles ist eine gute Beschäftigung und ich Förde das “gemeinsame Jagen” indem der Hund immer auf meine Freigabe wartet und wir zusammen Jagen (Dummy, Snifflen oder Mantrailing). Das klappt bei uns wirklich sehr guut….Falls Ihr Tipps braucht schreibt mich doch einfach an..LG, Decos und Pippas Frauchen

  3. Ich kann nur auf meinen Post Zum Thema Jagen und Hüten verweisen. Auch wir versuchen in den Trieb auslösenden Situationen Socke abzulenken. Ein interessante Post mit schönen Fotos…Viele liebe GrüßeSabine mit Socke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.