[miDoggy Parade] Leinenführigkeit – So haben wir`s geschafft

Ich glaube, keine Disziplin (denn ein Trick oder ein Signal ist es ja nun nicht wirklich) ist so wichtig, wie die Leinenführigkeit meiner Hunde. Sie ist wie Stubenreinheit, einmal auftrainiert sollte es eine normaler, alltäglicher Zustand sein, der kein Signal benötigt.

Schließlich sage ich dem Inuki ja auch nicht jeden Tag, dass er heute doch bitte Stubenrein sein soll. Warum ich will das sie funktioniert und warum ich sie für wichtig halte? Nun, ich habe nicht nur einen Hund sondern zwei, und davon einer mit etwas mehr als 40 kg. Wenn da auch nur einer an der Leine macht was er will, kann das auf Dauer ganz nervig und schmerzvoll sein.

Daher achte ich immer drauf, dass keiner der Hund in der Leine hängt und/oder zieht. In der Regel läuft Inuki links neben mir und Skadi rechts etwas vor mir. Manchmal laufen beide auch links neben mir, aber das muss tatsächlich noch geübt werden. Da drängt der eine den anderen immer weg. Aber der derzeitige Zustand ist angenehm. Die Leine ist locker, beide passen sich meinem Tempo an. Es ist entspannt. Und das ist die Hauptsache.

Das war nicht immer so. Tatsächlich waren die ersten Spaziergänge mit 2 Hunden gleichzeitig an der Leine sehr stressig. Skadi sprang rechts und links  munter hin und her und Inuki, ganz aufgestachelt von Skadis “Energie” zog plötzlich nach vorne weg. Herrje. Wenn uns jemand in der Zeit zugesehen hat, der hat mich wohlmöglich für völlig unfähig gehalten. War ich in dem Moment wohl auch.

Es hat gedauert, bis die Inuki und Skadi an der Leine ruhiger waren und sich gegenseitig nicht mehr aufgeheizt haben. Bis sie selber die Situation akzeptierten. Sie kannten sich ja vorher nicht und sollten nun an der Leine, ohne Möglichkeit sich gegenseitig auszuweichen, brav und artig und unter Umständen auch sehr nah aneinander nebeneinander laufen. Klar, dass das erstmal für alle unangenehm war.

Diesen Zustand habe ich ausgesessen und zwischenzeitlich überlegt, wo ich welchen Hund laufen haben wollte. Jedenfalls habe ich mir das so gedacht, aber die Hunde haben sich selbst für eine “Position” entschieden. Inuki wollte links neben mir weil er es schon immer so gemacht hat als Einzelhund. Und Skadi, tja, die hat immer einen Vorwärtsdrang und hat sich von selbst vorne rechts eingependelt. Ich dachte mir, wir halten das einfach so bei. Schließlich haben sie es von selbst aus angeboten. Da wäre ich ja blöd, wenn ich das nicht annehme und auf Teufel komm raus irgendetwas anderes auftrainiere.

Jetzt musste nur noch die Spannung aus der Leine raus. Bei Inuki war es recht einfach. Den musste ich ja nur daran erinnern, wie es geht. Jedes mal, wenn die Leine Locker gewesen ist, gab es ein Lob in Form von Leckerchen oder ein verbales Lob.

Klar muss man aufpassen, dass der Hund einen da nicht austrickst um Leckerchen zu ergaunern. Aber ich habe einfach immer darauf geachtet, das er schon einige Schritte neben mir läuft und für das neben mir an lockerer Leine belohnt wird und nicht für das “wieder ein pendeln”.

Bei Skadi habe ich es tatsächlich auch genau so gemacht. Nach und nach hat sich dass dann alles eingespielt. Sicherlich, nicht von heute auf morgen. Ein halbes Jahr bis Jahr hat es schon gedauert bis die “Leinenführigkeit” ein Standartzustand gewesen ist. Manchmal dachte ich auch, wir kommen gar nicht voran. Aber da muss man dann halt einfach mal durchhalten und seinen Trainingsplan beibehalten. Es bringt nämlich nichts, alle paar Wochen seine Methoden zu ändern, weil noch keine Erfolge sichtbar sind. Jedenfalls ist das meine Meinung.

Und so nach und nach, ohne das ich es bewusst festgestellt habe, wurde die Leine dauerhaft locker. Klar, in unbekannten Gebieten, wenn sie besonders aufgeregt sind oder bei Sturm kann es schon mal vorkommen, dass sie kurzzeitig wieder spannt, aber mei, das ist dann nur die Ausnahme.

Da die Leinenführigkeit eine Pflicht ist, haben wir natürlich auch eine Kür ausgearbeitet. Ich wollte, dass beide Hunde auch auf der gleichen Seite nebeneinander laufen können. Inuki außen und Skadi innen. Dies nutzen wir immer dann, wenn wir “Lebewesen” passieren müssen. Menschen, Pferde, Hunde …, also alles was atmet. Eigentlich lasse ich beide immer absitzen, aber manchmal laufen wir aber auch so weiter, gerade in Parks oä.. Aufgebaut habe ich dies wie einen Trick.

Erst sollten beide neben mir in die Grundstellung gehen, dann wurde das neben mir laufen für beide Schritt für Schritt geclickert und belohnt. Da beide schon das “Fuß” kannten, wussten sie natürlich, was ich wollte. Das musste dann nur noch gefestigt und generalisiert werden.

Wie habt ihr die Leinenführigkeit geübt? Oder ist das bei euch gerade noch eine Baustelle?

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