Rüdengebaren und das Ende davon – 9 Monate danach

Es ist ja kein Geheimnis gewesen. Inuki trug lange Zeit (2×1 Jahr lang) den Kastrationschip. WIe es uns damit erging und warum überhaupt, hatte ich euch ja schon einmal hier erzählt.

Und Ende 2017 war der letzte Chip ausgelaufen. Inuki selber war danach wie immer, wenn er keinen Chip trug. Er prollte viel rum, mobbte andere Rüden und geiferte den Mädels nach. Rüde halt. Wäre ja auch alles nicht so schlimm, wenn er nicht tröpfeln würde.

Inuki verlor nämlich immer so ein eitriges Sekret aus seinem Schaft. Es spritze förmlich, wenn er sich schüttelte. Klar, das er auch viel dran rum nuckelte und so ziemlich Wund wurde. Gesund ist das ja auch nicht gerade.

Also entschieden wir uns im Februar 2018 zur richtigen Kastration. Der Eingriff war fix gemacht. Zusammen mit dem Herrchen warteten wir, bis die Narkose wirkte. In der Zeit durfte ich bei einem Hund, der vor Inuki ebenfalls kastriert wurde, zugucken. Wie ich jetzt herausgefunden habe, sind Kastrationen bei Rüden wirklich unspektakulär. Also rein von der OP her. Am Nachmittag konnten wir ihn dann wieder abholen.

Zeitgleich wurde der andere Rüde (bei dem ich zusehen durfte) auch abgeholt. Der Malinois sprang hin und her und freute sich, aus dem Käfig raus zu kommen und lies sich kaum beruhigen. Inuki dagegen war noch total verpeilt und wusste gar nicht was los war. Er schaffte es gerade so ins Auto, aus dem Auto wieder raus und dann ins Körbchen. Den Rest des Tages haben wir ihn nicht mehr gesehen. So unterschiedlich stecken Hunde  das also weg.

Inuki selbst war 2/3 Tage nach dem Eingriff wieder total fit. Er hat sich leider auch recht früh selbst die Fäden gezogen, sodass ich zur Sicherheit noch mal beim Tierarzt bei ihm war, der versicherte mir aber, es sei alles in Ordnung.

Und jetzt, einige Monate danach, hat Inuki total abgenommen. Mit dem Chip ist er wirklich etwas dicker geworden, das hat er jetzt alles verloren. Er tröpfelt nicht mehr und prollen braucht er seiner Meinung nach wohl auch nicht mehr. Jedenfalls sind Spaziergänge mit Rüden entspannter denn je.

Bis hierhin ist also alles ganz toll verlaufen. In unserem Fall auch die richtige Entscheidung. Ich kann nur jedem Empfehlen, sich vor der Kastration mit der Thematik auseinander zu setzen. Erziehung ersetzt sie nämlich nicht. Wenn euer Hund euch mit jedwelchem Verhalten auch immer nervt – eine Kastration hilft nur dann, wenn es wirklich am Testosteron liegt. Und das ist in den wenigsten Fällen der Fall. Bei Inuki lag das Tröpfeln auf jeden Fall am Testosteron, denn mit Chip und jetzt auch mit der richtigen Kastration tröpfelt er (zum Glück) überhaupt nicht mehr.

Ach ja, da schon viele in einer Email gefragt haben – bei Inuki zahlten wie 150 EUR und bei Skadi 250 EUR für die Kastration. Ich habe aber auch schon von vielen gehört, dass sie weit mehr als 400 EUR zahlen mussten. Meine Eltern haben damals bei ihrem Rüden “nur” 128 EUR bezahlt. Vergleichen lohnt sich, vergesst aber nicht, dass ihr euer Tier einem wildfremden Menschen anvertraut. Ein bisschen was sollte euch das schon Wert sein.

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